Die nordische Nummer eins im 3D-Aluminiumdruck verstärkt ihr Arsenal
Finnlands erster 3D-Pulver-Metalldrucker mit geschlossenem Kreislauf erhöht die Produktionskapazität und erweitert die Materialpalette
Im September 2022 wurde in den Produktionsstätten von 3DStep in Ylöjärvi der erste 3D-Metallpulverdrucker mit geschlossenem Kreislauf in Finnland in Betrieb genommen. Die automatische Handhabung und Zuführung des Pulvers ermöglicht einen effizienteren Druck und reduziert den manuellen Arbeitsaufwand.
Der neue SLM 280HL Twin Laser Metalldrucker wird ausschließlich für die beliebteste Produktkategorie von 3DStep, den Aluminiumdruck, eingesetzt. Gleichzeitig ermöglicht die an anderer Stelle frei werdende Kapazität die Erweiterung des Materialspektrums auf Titanlegierungen, die für medizinische und industrielle Anwendungen ideal sind.
Die inkrementelle Fertigung von Metallprodukten hat in den letzten Jahren in Sektoren wie der Industrie, der Medizin und der Lebensmittelverarbeitung stark an Bedeutung gewonnen. Der 3D-Druck ist in der Lage, große Stückzahlen kostengünstig und mit minimalem manuellem Aufwand herzustellen. Die additive Fertigung ermöglicht auch die Herstellung kleiner und komplexer Bauteile, die mit anderen Methoden nur schwer oder gar nicht zu produzieren sind.
"Die Nachfrage nach Metallprodukten ist bei unseren Kunden so stark gestiegen, dass die Investition in einen neuen SLM-Drucker zur rechten Zeit kam. Der Drucker verfügt über zwei Laser und einen geschlossenen Pulverkreislauf, was die Produktion effizienter macht und den manuellen Aufwand deutlich reduziert. Da wir den neuen Drucker ausschließlich zum Drucken von Aluminium verwenden, sparen wir auch Zeit bei Materialwechseln", sagt Petri Ehonsalo, Additive Manufacture Specialist bei 3DStep.
Die zusätzliche Kapazität für die stark nachgefragten Aluminiumarbeiten bedeutet auch, dass Metalldruckkapazitäten bei anderen Geräten frei werden. So konnte die Materialpalette im Herbst 2022 um neue Werkstoffe erweitert werden, darunter Titanlegierungen, die leicht und dennoch stabil sind und zudem gegen eine Vielzahl von Chemikalien resistent sind. Aufgrund ihrer Eigenschaften sind sie für eine Vielzahl von industriellen und medizinischen Anwendungen sehr nützlich.
Ein weiterer wichtiger Aspekt des 3D-Drucks ist die Nachbearbeitung, durch die die Qualität des Produkts verbessert und sein Anwendungsspektrum erweitert werden kann. Aus diesem Grund legt 3DStep auch großen Wert auf die Nachbearbeitung, sowohl beim Metall- als auch beim Polymerdruck.
"Eine Neuheit für den Herbst 2022 ist das so genannte Gleitschleifen, mit dem wir die Oberfläche der Drucke präziser bearbeiten und die Oberflächenqualität verbessern können, wenn der Verwendungszweck des Produkts dies erfordert. Das Entfernen selbst kleinster Verunreinigungen und loser Partikel von der Oberfläche ist bei Anwendungen wie der Medizin- und Lebensmittelverarbeitung oft notwendig", sagt Ehonsalo.
Insgesamt ist ein deutlicher Anstieg der Nutzung der additiven Fertigung durch die Kunden zu verzeichnen. Einige Kunden sind vor allem an den Endprodukten selbst interessiert, andere interessieren sich auch für die zugrundeliegenden Herstellungsverfahren und -techniken.
"Wir sind gerne bereit, mit Kunden, die auch an diesem Aspekt interessiert sind, über Prozesse und Techniken zu sprechen. Mit einigen von ihnen arbeiten wir sehr eng bei der gemeinsamen Entwicklung zusammen. Obwohl viele Unternehmen den 3D-Druck bereits einsetzen, eröffnen sich im gemeinsamen Gespräch oft völlig neue Anwendungsmöglichkeiten. Die Kunden kennen ihr Geschäft und seine Anforderungen, während wir die Technologien und Möglichkeiten der additiven Fertigung kennen", sagt Ehonsalo.